Autarke Energieversorgung

Autarke Energieversorgung, das heißt, von Importen unabhängige Energieversorgung, ist gesellschaftspolitisch überall sinnvoll, denn der globale Energiebedarf steigt insbesondere in den wachstumsorientierten Wirtschaftsnationen, Deutschland verfügt aber nur über nur sehr geringe Vorräte an Erdöl und Erdgas und braucht deshalb zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes eine autarke Energieversorgung. Nach Einschätzung ernstzunehmender Energieexperten ist davon auszugehen, dass Deutschland in etwa 40 Jahrenkeine atomaren und fossilen Energien mehr zukaufen kann, weil beispielsweise Russland, die USA und China diese Energieträger selber verbrauchen und nicht mehr vermarkten. Im zweiten Energie-Strategie-Bericht vom 13.11.2008 fordert die EU-Kommission deshalb in ihrem Credo hin zu einer autarken Energieversorgung: „Wir müssen den Teufelskreis steigenden Energieverbrauchs und steigender Energieimporte durchbrechen".Zum Vergleich: 2006 erhielt die EU 33% des Öls, 42% des Erdgases und 26% der Steinkohle aus Russland.“

Damit sind Themen wie „Energiesicherheit” und „Autarke Energieversorgung“ in Brüssel, wie auch in Deutschland, hoch aktuell geworden. Bewusste Energieeinsparung und rationelle Energienutzung unter Zuhilfenahme regenerativer Energiequellen zeigen langfristige Perspektiven zu mehr Energieeffizienz und zu einem ökologischen Bewusstsein „auch vor der eigenen Tür,“ denn wie verschiedene Studien und Modellversuche zeigen, ließe sich fast der gesamte Strom- und Wärmebedarf dezentral mit den verschiedenen Formen erneuerbarer Energieträger aus einer Region abdecken.

Klär- und Biogas befeuerte Blockheizkraftwerke werden bei einer angestrebten autarken Energieversorgung eine zentrale Rolle spielen. So könnte nur durch die Ausfaulung der gesamten zur Verfügung stehenden Klärschlammmenge Deutschlands die Verstromung aus Faulgas um rund 30 Prozent erhöht werden.

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