Für größere landwirtschaftliche Betriebe bieten sich die Biogaserzeugung und deren Nutzung im BHKW an. Hier wird in einem Fermenter (Faulraum) aus Gülle, zum Beispiel zusammen mit Grasverschnitt vorgeschaltet, der das Biogas unter Luftabschluss ohne Einwirkung von Licht erzeugt, zur BHKW Nutzung wird das Biogas vorher entschwefelt.
Biogas hat einen Methananteil von 55 bis 65% und ist damit für den Antrieb von BHKW Gas-Motoren hervorragend geeignet – aus einer Tonne organischen Stoffs können pro Tag 100 m³ bis 160 m³ Biogas für ein gasbetriebenes BHKW gewonnen werden. Dieses entspricht circa 60 - 95 Liter Heizöl oder 60 bis 95 m³ Erdgas.
Mit einem BHKW können daraus rund 200 kWh Strom und 400 kWh Wärme erzeugt werden. Nur etwa 10-20% der erzeugten Energie werden für den Prozessenergiebedarf der BHKW Anlage aufgewendet.
Besonders in landwirtschaftlichen Betrieben mit hohem eigenen Wärmeverbrauch sowie Betrieben mit starkem Viehbestand bietet es sich daher an, in eine BHKW Biogasanlage zu investieren. Der überschüssig produzierte Strom des BHKW wird gegen einen hohen, gesetzlich festgelegten Satz in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Wärme des BHKW wird zur Beheizung der landwirtschaftlichen Gebäude oder für andere wärmeintensive Prozesse genutzt. Sehen Sie hierzu bitte auch: http://www.bhkw-infos.de
Aber auch in großen Tierzuchtbetrieben, die nicht in eine Biogasanlage investieren möchten, dennoch aber einen hohen Strom- und Wärmebedarf aufweisen (z.B. Ferkelhaltung) rechnet sich der Einsatz eines Senergie-BHKW, das alternativ auch mit Flüssiggas befeuert werden kann, hervorragend.
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