Energie aus Biogas

Eine weitere Möglichkeit der regenerativen Energieerzeugung ist die Biogas-Anlage. Gas als Biogas ist eine relativ neue Energiequelle. Die Erzeugung dieses Gases erfolgt günstig und billig in Biogasanlagen durch Vergärung organischer Stoffe. Eine Einleitung des Biogases in das allgemeine Erdgasnetz als Bioerdgas ist durch eine Nachbehandlung möglich und kann den Preis für Erdgas im Vergleich zu heute nachhaltig ermäßigen. Das eingespeiste Bioerdgas darf in Deutschland nach erneuerbarem Wärmegesetz ausschließlich zum Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wie Blockheizkraftwerken verwendet werden.

2007 waren in Deutschland bereits über 2800 Biogasanlagen in Betrieb und haben Energie aus Biogas erzeugt. Bis 2030 wird eine Jahresproduktion von 100 Milliarden kWh durch Biogas angestrebt, dies entspräche circa 10 Prozent des heutigen Erdgas-Absatzes in ganz Deutschland. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz EEG hat der BHKW-Branche, und hier insbesondere neben den Herstellern leistungsfähiger emissionsarmer Anlagen vor allem den Betreibern, noch einmal zusätzlichen Auftrieb verliehen: Die Wärme wird selbst genutzt, durch kostendeckende Vergütungen pro Kilowattstunde erzeugten Stroms werden Energieüberschüsse, als Ökostrom in das öffentliche Netz verkauft.

Ein weiterer positiver Umweltaspekt ergibt sich bei den Biogasanlagen durch die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo), wie z.B. Mais oder aus der Nutzung von Gülle als Abfallprodukt bei der Tierhaltung. Intelligente Konzepte der Energienutzung berücksichtigen beispielsweise aber natürlich auch die Zufuhr kommunaler Grünabfälle, für die in der Regel sonst Entsorgungsgebühren anfallen.

Wichtig für die finanzielle Rentabilität einer solchen Anlage ist damit ihre Nähe zum Zulieferer der Energieträger NawaRo oder Gülle, sowie der Nutzungs- und Vermarktungsanteil der Wärme, die bei der Stromerzeugung anfällt .

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