Klärgas BHKW

Kläranlagen eigenen sich einerseits für den Betrieb von Blockheizkraftwerken, weil aufgrund der Strom- und Wärmebedarfsstruktur eine Vorort-Energieerzeugung sinnvoll ist, andererseits anfallende Abfallenergie genutzt werden kann, da der Brennstoff Klärgas praktisch gratis zur Verfügung steht.

BHKW werden in Kläranlagen gasgeführt gefahren, die Maschinen laufen, wenn eine ausreichende Menge Klärgas vorhanden ist. Da die Faulbehälter ständig Wärme benötigen, entsteht in der Regel kein Wärmeüberschuss. Lediglich im Sommer kann die überschüssige Wärme zur Schlammtrocknung verwendet werden. Der erzeugte Strom wird in der Anlage für den Betrieb der Abwasserpumpen und Belüftungsanlagen benötigt, es wird somit Fremdstrombezug eingespart. Gegebenenfalls können Überschüsse gegen Vergütung, nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) in das öffentliche Netz eingespeist werden.
Aus durchschnittlich 6 Kubikmetern kommunaler Abwässer können 1 kWh elektrische und 1,2 kWh thermische Energie gewonnen werden.

Um Emissionen zu reduzieren, werden SENERGIE BHKW-Motoren in Kläranlagen im Magergemischbetrieb gefahren (Luftüberschuss Lamda = 1,3 bis 1,5). Damit erübrigt sich ein Katalysator, der im Klärgasbetrieb nur kurze Standzeiten hätte. In Deutschland liegt der Klärgasanfall bei etwa 15 bis 35 Litern je Einwohner, der Energieinhalt bei etwa 6 kWh/m³ (Energieinhalt von Erdgas etwa 10 kWh/m³ oder bei leichtem Heizöl etwa 10 kWh/Liter).

Quelle: http://www.bhkw-infos.de/bhkw_anwendung_klaer.htm

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